Kollektivvertrag swö 2016

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Es gibt auch einige kleine unternehmensfreundliche Gewerkschaften, die in diesem Sektor tätig sind, insbesondere in Ostdeutschland, wo sie Tarifverträge mit einigen Wohlfahrtsverbänden abgeschlossen haben (Evans 2016, S. 26). Paul Marginson: 2016. Leitung der Arbeits- und Beschäftigungsbeziehungen in einer internationalisierten Wirtschaft: die institutionelle Herausforderung. ILR-Bericht 69:1033–1055. doi.org/10.1177/0019793916654891. Tarifverhandlungen beziehen sich auf Verhandlungen zwischen und innerhalb von Gruppen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern mit oder ohne Beteiligung staatlicher Akteure; diese Verhandlungen zielen auf einen Tarifvertrag zur Regelung der Beschäftigung ab. Im Gegensatz zur unkoordinierten Festlegung von Löhnen, die der Marktlogik unterliegen, basieren Tarifverhandlungen auf der Zusammenarbeit zwischen organisierten Unternehmen und Arbeitskräften. Im Non-Profit-Sektor erbringen sechs Wohlfahrtsverbände die meisten Dienstleistungen. Beikonfessionsverbänden handelt es sich um die Caritas Deutschland (Katholisch), die Diakonie Deutschland (Protestant) und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)Fußnote 5.

Zu den weltlichen Organisationen gehören die Arbeiterwohlfahrt (AWO)Footnote 6, die Paritätische Fußnote 7 und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Fußnote 8. Die Struktur der Anbieter ist jedoch je nach Teilsektor und Region sehr unterschiedlich. Schätzungsweise 42 % aller sozialen Dienstleistungen in Deutschland werden von gemeinnützigen Anbietern, 33 % von öffentlichen Und 23 % von privaten gewinnorientierten Anbietern erbracht (Merchel 2011, S. 245). Vor allem in der Altenpflege haben private gewinnorientierte Anbieter eine wichtige Rolle. Im Bereich der Pflegeheime verfügten die gewinnorientierten Anbieter 2014 über 41 % aller Einrichtungen (54 % gemeinnützige, 5 % öffentliche Einrichtungen); im Bereich der mobilen Pflegedienste machen gewinnorientierte Anbieter die meisten Einrichtungen aus (64%) (Statistisches Bundesamt 2015). Neben der Erbringung von Dienstleistungen von allgemeinem Interesse hat der Sozialdienstleistungssektor in Deutschland eine große wirtschaftliche Bedeutung. Auf sie entfallen 7 % der regulären Beschäftigung; Der Wertschöpfungsanteil der Wohlfahrtsverbände steht im Vergleich zu dem der chemischen Industrie (Kühnlein und Wohlfahrt 2006, S.

390). Im Jahr 2016 waren über 2,2 Millionen Menschen im Bereich der sozialen Dienstleistungen beschäftigt. Das bedeutet ein Wachstum von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Bundesagentur für Arbeit 2016a). Die durchschnittlichen Monatsverdienste im Sozialdienstleistungssektor liegen schätzungsweise 10 bis 15 % unter denen in der übrigen Wirtschaft (Evans et al. 2012). Seit 2010 gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn für Pflegepersonal in Pflegebetrieben. Alle Interviewpartner sahen einen Fachkräftemangel (siehe auch Bundesagentur für Arbeit 2016b). Im Gegensatz dazu haben Sozialdienstleister und Arbeitnehmer in Deutschland die Zerrüttung eines schwach etablierten Feldes der Lohnverhandlungen mit Akteuren erlebt, die auf Vereinbarungen des öffentlichen Sektors ausgerichtet sind. Sie sehen sich stark fragmentierten und institutionell segmentierten Strukturen der Lohnfindung gegenüber, einschließlich lokaler und regionaler Unterschiede bei Lohnverhandlungen, gesetzlichen Mindestlöhnen und Unternehmen, die ohne kollektive Regelungen ihrer Lohnfestsetzungspraktiken arbeiten.

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